Der Baum der Wahrheit
Theorie und Praxis des Marxismus - eine Bilanz

Das grundlegende Werk über den Marxismus entstand, nachdem seit dem Erscheinen des Vorgängers "Der Baum der Wahrheit, 160 Jahre Marxismus - eine Bilanz" in gedruckter Form einige Zeit verstrichen war. Inzwischen bot sich weiteres Material an, dessen Berücksichtigung sinnvoll erschien. 446 Seiten. 73 Abbildungen. Preis: 11,80
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Für das Buch "Der Baum der Wahrheit", welches sich wie ein Krimi liest, wurden über 1000 Quellen ausgewertet. In klarer Argumentation zeigt es die Entwicklung des Marxismus von seiner Geburt bis zur Gegenwart und die Ursachen seines Scheiterns auf. Man lernt zu verstehen, warum die marxistischen Ideen in keinem Land verwirklicht werden konnten. Anstelle der Leninschen Behauptung "Der Marxismus ist allmächtig, weil er wahr ist", drängt sich die Frage auf: "Hat der Marxismus versagt, weil er falsch war". Nicht nur für ehemalige DDR-Bürger eine hochinteressante Lektüre über ein weltumspannendes Experiment.

Inhaltsverzeichnis

1. Sein und Bewusstsein
2. Die wahre Lehre
3. Aspekte des Marxismus
4. Geld und Kapital
5. Totgesagte leben länger
6. Der neue Garten Eden
7. Mensch und Kommunismus
8. Die Konterrevolution
9. Friedliche Koexistenz und Bruderzwist
10. Gerechte und ungerechte Kriege
11. Personenkult
12. Im Namen der Revolution
13. Die Ära der Säuberungen
14. Der Virus der Revolution
15. Wir sagen, dass es gut ist zu töten
16. Die herrschende Klasse
17. Kritik der kritischen Kunst
18. Sozialistische Planwirtschaft
19. Devisen
20. Flucht und Vertreibung
21. Das Volk sind wir!
22. Sozialismus im 21. Jahrhundert

Die Partei

Welchem ehemaligen DDR-Bürger klingt nicht noch der überhebliche Slogan in den Ohren "Die Partei hat immer recht". Marx und Engels sahen das etwas eigenwillig: "Was soll uns, die wir auf Popularität spucken, die wir an uns selbst irre werden, wenn wir populär zu werden anfangen, eine 'Partei', d.h. eine Bande von Eseln, die auf uns schwört, weil sie uns für ihresgleichen hält? Wahrhaftig, es ist kein Verlust, wenn wir nicht mehr für den 'richtigen und adäquaten Ausdruck' der bornierten Hunde gelten, mit denen uns die letzten Jahre zusammen geworfen hatten.". Unbekümmert missachteten sie dabei auch ihre wohl wichtigste Empfehlung für den Klassenkampf: "Proletarier aller Länder vereinigt euch!".

Alle Bedürfnisse aller befriedigen

Engels spricht davon, dass im Kommunismus die Bedürfnisse aller Mitglieder der Gesellschaft befriedigt werden. Daran schien sein engster Freund Karl Marx ernsthafte Zweifel zu haben: "Der Mensch unterscheidet sich von allen anderen Tieren durch die Unbegrenztheit und flexible Natur seiner Bedürfnisse". Das heißt, alle Bedürfnisse lassen sich gar nicht befriedigen!!! Das Zitat steht im Kapital, aber nicht in der Ausgabe vom Dietz-Verlag, wahrscheinlich, weil die Aussage gewaltige Konsequenzen hat. Wie soll denn dann der Kommunismus aussehen? Wie viel Kraft soll man darauf verwenden? Wo liegt denn wirklich die Grenze der Möglichkeiten?

Der Kommunismus

Die Klassiker haben uns über den Kommunismus nur wenige utopisch klingende Vorhersagen hinterlassen: Jeder soll nach seinen Bedürfnissen leben können. Also gäbe es keine Konflikte mehr, denn diese entstehen normalerweise daraus, dass jemand Bedürfnisse hat, die denen anderer zuwider laufen. Der Staat und das Geld werden überflüssig sein. Also gäbe es keine Kriege mehr. In einem zu DDR-Zeiten weit verbreiteten Buch liest man "Das Zeitalter des Kommunismus, das die kühnsten Träume der Menschen von einem reichen, wahrhaft menschenwürdigen Dasein verwirklicht und übersteigt, liegt näher vor uns, als wir heute denken. In unserem Jahrhundert noch erreicht die Menschheit das einst so ferne, so traumhafte Gestade.". Wirklich traumhaft!

Revolution und Terror

Immer noch ist die Meinung verbreitet, dass Marx etwas Gutes gewollt hat. Dabei fordert Marx, "dass es nur ein Mittel gibt, die mörderischen Todeswehen der alten Gesellschaft, die blutigen Geburtswehen der neuen Gesellschaft abzukürzen, zu vereinfachen, zu konzentrieren, nur ein Mittel - den revolutionären Terrorismus.". Das Übermaß an kommunistischem Terror hat keine Geburtswehen verkürzt, sondern in eine Sackgasse geführt. Im Ergebnis kam es zu Personenkult und Hungersnöten mit Millionen Toten, verursacht durch diktatorische Maßnahmen. Das angestrebte Paradies des Kommunismus kostete 100 Millionen Menschen das Leben, die meisten unter Stalin in der Sowjetunion, unter Mao Zedong in China und unter Pol Pot in Kambodscha. Darunter waren sehr viele Vertreter der Arbeiterklasse.

Wissenschaft oder Illusion

August Bebel verkündete im Jahre 1879 "Die Frage nach der Beseitigung von Staub, Rauch, Ruß, schlechten Gerüchen kann auch heute schon vollständig durch Chemie und Technik gelöst werden, es geschieht nicht oder nur teilweise, weil dazu die Privatunternehmer die nötigen Mittel nicht opfern wollen". Bebel - der Vorkämpfer für den Umweltschutz? Aber der Sozialismus hat hier in weit höherem Maße gesündigt! Erinnert sei an die Tschernobyl-Katastrophe, die von Millionen Zweitaktmotoren verpestete Luft, das Waldsterben im Erzgebirge, die verschmutzten Flüsse sowie die Wismut-Schäden, deren milliardenschwere Beseitigung das sozialistische Defizit beim Thema Umweltschutz deutlich gemacht haben.

Rezension (Amazon)

Ein tolles Buch für alle diejenigen, die sich schon länger die Frage stellen, warum der Sozialismus in keinem Land erfolgreich war. Dieses Buch gibt in klaren Sätzen Antwort auf diese Frage. Bewundernswert sind die vielen Zitate aus Zweitliteratur, die die Erläuterungen und die Erkenntnisse des Autors unterstreichen. Die Gliederung des Buches ist klar und regt sofort zum Lesen an. Die vielen Fotos sind an den Stellen, wo sie hingehören. Schön finde ich auch, dass der Autor seine Erlebnisse in der DDR mit einfließen lässt. Das Buch liest sich sehr gut, es ist interessant geschrieben, die Argumentationen sind überzeugend und die Fakten glaubwürdig. - Das beste Sachbuch, das ich seit Jahren gelesen habe.

Viel Spaß beim Lesen."
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